Cloud Computing – Vorteile für Ihr mittelständisches Unternehmen nutzen!

Cloud Computing ist mittlerweile über weite Bereiche in deutschen Unternehmen angekommen. Es beschreibt im Kern ein IT-Konzept, das den Unternehmen den flexiblen, bedarfsgerechten Bezug von IT-Ressourcen ermöglicht. Dabei sind verschiedene Einsatzgebiete und Integrationsmodelle denkbar:

Über nahezu alle Unternehmensgrößen hinweg bietet Cloud Computing durchaus zahlreiche Vorteile gegenüber dem klassischen Betrieb von Infrastrukturen und Anwendungen in einem eigenen Rechenzentrum. Dazu zählen:

  • eine Verringerung des IT-Investitionsbedarfs aufgrund geringerer Kapitalbindung,
  • die Möglichkeit einer skalierbaren und damit flexibleren Nutzung von IT-Ressourcen, was einer Erhöhung der geschäftlichen Agilität und Innovationsfähigkeit gleichkommt,
  • die Unterstützung der Mitarbeiter-Mobilität durch Zugriff auf Daten und Anwendungen unabhängig von Ort und Endgerät des IT-Anwenders sowie
  • ein generell hohes Sicherheitsniveau der inzwischen im industriellen Maßstab betriebenen Cloud-Infrastrukturen durch die Anbieter

Daneben bieten die verschiedenen Cloud Plattformen technologisch in der Regel eine höher entwickelte Grundlage zur Abbildung und Umsetzung zukünftiger, digitaler Geschäftsmodelle bzw. zur schnellen Umsetzung neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), das Internet der Dinge (IoT) oder etwa Blockchain.

Für ein mittelständische Unternehmen gilt es im Vorfeld einer Cloud-Transformation neben einer kommerziellen Bewertung sehr genau zu prüfen, welche der technologischen Cloud-Herstellerplattformen für den konkreten Anwendungsfall am besten geeignet ist, bis zu welchem Grad interne Datenschutz- und IT-Compliance Anforderungen die Auslagerung in eine öffentliche Cloud Umgebung („Public-Cloud“) erlauben und welche technischen, organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Zuge der Verlagerung in die Cloud zu schaffen sind.

Durch das Auslagern von IT-Ressourcen an Dritte gibt das Unternehmen aber auch ein Stück oder ggf. weite Teile der direkten Kontrolle über die bereitgestellte IT-Infrastruktur, Software und Daten an den Cloud-Anbieter ab. Umso wichtiger ist die Beachtung und Prüfung in Bezug auf IT-Sicherheit und IT-Compliance bei der Transformationsplanung. Diese beeinflusst nachhaltig die Entscheidung zugunsten eines reinen Public Cloud Ansatzes oder eher in Richtung eines hybriden Modells aus „private cloud“ und „public cloud“ Services sowie die Auswahl eines geeigneten Anbieters.

Was ist die Public Cloud?2021-06-08T12:17:59+02:00

Übersetzt man das Wort „Public“ aus dem Englischen ins Deutsche, wird recht schnell klar, um was es sich handelt. „Öffentliche“ Cloud-Services werden von diversen Providern frei zugänglich über das Internet zur Nutzung angeboten – immer und von überall abrufbar. Beispiele sind Webmail-Dienste, Filehosting-Dienste wie Dropbox oder auch Google Docs, Apple iCloud und Microsoft Office 365. Jeder von uns hat mindestens eines dieser Angebote schon einmal genutzt.

Essentiell ist dabei der Charakter der „allgemeinen Verfügbarkeit“ dieser Dienste, d.h. es handelt sich immer um die anteilige Nutzung von Diensten oder Plattformen, die für die Allgemeinheit zur gemeinsamen Nutzung bereitgestellt werden. Die Berücksichtigung von spezifischen technischen oder organisatorischen Kundenwünschen findet naturgemäß bei diesen Diensten nur im Rahmen des vom Hersteller vorab definierten Leistungsspektrums statt, d.h. der Cloud-Nutzer wählt aus vordefinierten und standardisierten Produkt-, Lösungs- oder Plattformoptionen.

Was ist die Private Cloud?2021-06-08T12:17:50+02:00

„Private“ Cloud-Services werden von einer Reihe von namhaften Managed Service Dienstleistern angeboten, meist mit der Option, diese „individuellen“, also in definierten Grenzen maßgeschneiderten Cloud Dienste mit denen der Public Cloud zu vernetzen („Hybrid Cloud“).

Essentiell ist dabei der Charakter der „individuellen Verfügbarkeit“ dieser Dienste, d.h. es handelt sich um eine tatsächlich physikalisch oder virtuell vollständig nach Kunden getrennte Cloud-Umgebung in einem Rechenzentrum des Anbieters. Abwandlungen sind möglich, d.h. gemeinsam genutzte aber durch eine Vielzahl technologischer Maßnahmen dennoch weitestgehend individuelle Umgebungen.

Die Berücksichtigung von spezifischen technischen oder organisatorischen Kundenwünschen, insbesondere spezifische und gewährleistete Verfügbarkeitsanforderungen (SLA) oder auch die Berücksichtigung spezieller Prüf- oder Auditierungsrechte durch den Kunden sind im Rahmen der Private Cloud realisierbar, abhängig vom jeweiligen Anbieter.

Was ist die Hybrid Cloud?2021-06-08T12:17:42+02:00

Als „Hybrid Cloud“ bezeichnet man eine Kombination aus Diensten aus der „Private Cloud“ als auch von solchen aus „Public Cloud-“ Umgebungen, um Vorteile der jeweiligen Cloud-Nutzungsvarianten für den Kunden und den jeweiligen Anwendungsfall zu realisieren.

Es kann für ein Unternehmen beispielsweise weitestgehend unwirtschaftlich sein, eine ERP-Hochverfügbarkeitsumgebung (7×24 Betrieb) auf einer Public Cloud Plattform wie Azure, AWS oder Google zu betreiben. Daneben mag es aber sinnvoll sein, die im Rahmen des ERP-System genutzte Entwicklungsplattform mit deutlich geringerer Anforderung (Bsp. 5×8) und damit nur während der Nutzungszeiten auf einer Public Cloud Plattform zu betreiben oder entsprechend schnell, aber nur temporär benötigte „Sandbox-Umgebungen“ über einen entsprechenden Abruf-Service via Public Cloud und damit deutliche Geschwindigkeits- und ggf. Kostenvorteile zu realisieren.

Ein hybrides Szenario stellt allerdings nicht nur höhere Anforderungen an die Planung und Vernetzung solcher verschiedenen Infrastrukturplattformen sondern auch im Betrieb (Datenaustausch, Datensicherheit, Zugriffsgeschwindigkeit, Kosten- und Performance Kontrolle).

Ihr Weg in die Cloud

Für die meisten Unternehmen ist die Frage des „ob in die Cloud“ längst beantwortet – die Etablierung von Cloud Services, neben der klassischen Bereitstellung von IT im Rechenzentrum, ist über verschiedene Anwendungsfälle und Varianten hinweg längst in vollem Gange. Die entscheidende Frage für das Unternehmen lautet vielmehr:

Zu beachten ist dabei, dass es sich bei der Transformation von IT in die Cloud um einen nur schwer reversiblen Vorgang handelt – erfahrungsgemäß lassen sich einmal in die Cloud verlagerte IT-Services oder Infrastrukturen nicht ohne Weiteres wieder re-transformieren. Entsprechende Fallback-Szenarien sind daher bereits im Vorfeld bei der technologischen Planung zu berücksichtigen, möchte man sich am Ende nicht in der Hand eines einzigen Anbieters von Cloud-Diensten begeben.

Cloud-Transformationsplanung2021-06-08T16:02:00+02:00

Für die Mehrheit unserer Kunden ist das Thema „Cloud“ seit Längerem eines der beherrschenden Themen. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland bei der Digitalisierung und, damit eng verknüpft, mit der „Cloudisierung“ dennoch deutlich zurück.

Mit großem Einsatz drängen vor allem die „großen 3“ Public Cloud Anbieter Microsoft, AWS und Google in den deutschen Mittelstand und bieten für den Kunden kostenfreie Cloud-Service Beratung und „Cloud-Readiness Checks“. Oft werden dabei vorschnell Entscheidungen zugunsten einer schnellen Transformation in die Public Cloud getroffen – die mitunter nicht das gewünschte Ergebnis einer deutlichen IT-Kostensenkung bei gleichzeitiger Erhöhung von Planbarkeit, Flexibilität und Performanz hervorbringen. Warum ist das so?

Wir bieten unseren Kunden unabhängige und hersteller-plattform-neutrale Beratung auf dem Weg in die Cloud. Dabei steht für uns weder eine bevorzugte Zielplattform noch ein Hersteller oder zwingend eine Transformation des gesamten Rechenzentrums im Vordergrund.

Die Ergebnisse unserer Cloud-Transformations-Beratungsprojekte fassen wir wie folgt zusammen:

  • Neutrale Erhebung der Cloud-Readiness auf IT-Anwendungsebene
  • Transformationsszenario technische Infrastruktur (Zielplattformen)
  • Geeignetes Cloud-Sourcing Modell oder 2-3 sinnvolle Alternativen (public, private, hybrid)
  • ROI der Transformation (Business-Case der Transformation)
  • Hersteller- / Anbieter-Mix
  • Sourcing und Vergabe (im Bereich Cloud managed-Services)
  • Lizenzberatung, Vertragsgestaltung mit Public Cloud Vendoren (Microsoft und AWS)

Optional:

  • Transformationsbegleitung
Cloud-Infrastruktur Right-Sizing2021-06-08T16:03:34+02:00

Ein zunehmend verstärkt nachgefragtes Thema. Im Zuge von Lift & Shift Transformationen vom eigenen Rechenzentrum in die Public (oder Private) Cloud stehen zunächst der Projekterfolg und damit die vollständige Verlagerung der Infrastruktur ohne Einbrüche bei Verfügbarkeit und Performanz im Vordergrund.

Aufgrund unzureichender Information, Zeitdruck, mangelnder Erfahrung und Detailkenntnis der verfügbaren Produkte und Services sowie anderen Unwägbarkeiten während der Transformation wird die Cloud-Zielplattform überwiegend üppig dimensioniert.

Folgerichtig sollte auf eine erfolgreiche Verlagerung einer größeren Infrastruktur in Richtung Cloud immer ein von Experten der jeweiligen Zielumgebung begleitetes „Rightsizing“ folgen. Dabei stellen wir regelmäßig fest:

  • Entsprechende längerfristige Buchungsoptionen des Public Cloud Anbieters für Systeme und Systemteile ergeben signifikantes Einsparpotential, werden in Unkenntnis der genauen Regularien aber häufig nicht genutzt.
  • Eine Anzahl für die Transformation temporär genutzter Cloud Ressourcen (VM, discs) laufen ungenutzt einfach weiter und erzeugen Kosten.
  • Storage- und Archivsysteme sowie deren Daten wurden vor der Migration nicht bereinigt. Signifikante Mengen an „Archiv-Storage“ lagert auf teurem „System-Storage“.
  • Anwendungen wurden 1:1, d.h. entsprechend einer dedizierten Umgebung und Dimensionierung im früheren RZ migriert. Potentiale aus optimierten Infrastruktur-Produkten des Cloud Dienstleisters bleiben unberücksichtigtoder weitgehend ungenutzt (Nutzung VM-Typisierung, Bündelung zu höherwertigen Ressourcen).

Ausgehend von einer Cloud Lift & Shift Infrastruktur Transformation lassen sich üblicherweise ca. 5-15% der Cloud-Gesamtkosten durch entsprechendes Rightsizing realisieren.

Gemeinsam mit Ihnen führen unsere Experten für die Microsoft Azure oder Amazon Web Services Plattform eine Erstanalyse zur Abschätzung des Potentials durch. Diese Analyse bedingt nur einige wenige lesende Zugriffsrechte und Einsichten unserer Experten in Ihre jeweilige Hersteller-Subscription.

Cloud-Service Agreement Review / Verhandlung2021-06-08T13:28:57+02:00

Noch kürzlich waren spezifische Cloud-Nutzungsverträge mit den großen 3 Public Cloud Anbietern für den Mittelstand nur über zertifizierte Partner der Hersteller möglich. Inzwischen ist Bewegung im Markt und es kann für Unternehmen vorteilhaft sein, eine eigene Vereinbarung mit dem / den Anbieter(n) zu schließen oder existierende Vereinbarungen auf die Nutzung von weiteren Cloud Services auszudehnen.

Tatsächlich gibt es, unserer Meinung nach, keine eindeutige Antwort darauf, was für welches Unternehmen am Ende generell vorteilhafter ist.

Empfehlenswert ist jedoch, längerfristige, komplexe Vereinbarungen über eine Vielzahl von Cloud Services mit einem Hersteller von einem unabhängigen Experten prüfen und ggf. die Verhandlungen begleiten zu lassen. Die zunehmende Komplexitätszunahme der entsprechenden Lizenz- und Service-Nutzungsverträge sowie die zunehmende Individualisierung von derartigen Vereinbarungen mit den großen Softwareherstellern / Cloud Service Anbietern erfordern Profi Know-How in Bezug auf die jeweilige Software- oder Cloud Plattform!

Gemeinsam mit Ihnen führen unsere Experten für die Microsoft Azure, Amazon Web Services Plattform oder SAP eine Erstanalyse zur Abschätzung des Potentials Ihres bestehenden EA / MSA / LSA durch.

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2021-06-28T14:35:50+02:00
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