Lünendonk-Studie: IT-Sourcing-Trends 2026/2027

 

Die Studie steht hier zum Download bereit:

Lünendonk® Studie-IT-Sourcing-Trends 2026/2027

 

Die Kunst, Komplexität im IT-Sourcing beherrschbar zu machen

Die aktuelle Lünendonk-Studie beleuchtet zentrale Entwicklungen im IT-Sourcing-Markt. Im Fachbeitrag „Die Kunst, Komplexität beherrschbar zu machen“ zeigt Pirol Yilmaz am Beispiel eines internationalen Sourcing-Projekts, worauf es bei erfolgreichen Providerentscheidungen ankommt und welche Faktoren komplexe IT-Sourcing-Verfahren nachhaltig erfolgreich machen.

 

Die wichtigsten Studienergebnisse auf einen Blick

Infografik zur Lünendonk-Studie IT-Sourcing-Trends 2026/2027 mit strategischen Zielen wie digitale Resilienz, Kostenoptimierung, Cloud-Transformation und Providermanagement sowie Herausforderungen bei Providerwechseln, Angebotsvergleich und Wirtschaftlichkeitsbewertung.

 

Sechs Erfolgsfaktoren für komplexe IT-Sourcing-Verfahren

Wie entstehen belastbare Providerentscheidungen in einem Umfeld aus steigender Komplexität, unterschiedlichen Stakeholder-Interessen und wachsenden Anforderungen an Steuerbarkeit und Wirtschaftlichkeit?

Im Fachbeitrag identifiziert Pirol Yilmaz sechs Erfolgsfaktoren, die dabei unterstützen, Komplexität in Entscheidungsfähigkeit zu übersetzen – von der Definition des Zielbilds über Marktansprache und Vertragsrahmen bis hin zu Cultural Fit und Providerarchitektur.

Sourcing-Kompass für komplexe IT-Sourcing-Verfahren mit den Erfolgsfaktoren Sourcing-Strategie, Marktansprache, Providerarchitektur, Vertragsrahmen, Cultural Fit und Stakeholder-Alignment als Grundlage belastbarer Providerentscheidungen.

 

Sourcing beginnt vor dem RfP

Belastbare Entscheidungen entstehen nicht erst in der Ausschreibung. Sie beginnen mit einer klaren Sourcing-Strategie, einem realistischen Zielbild und einem marktgerechten Scope, der fachliche Anforderungen und spätere Steuerbarkeit gleichermaßen berücksichtigt.

 

Stakeholder müssen zusammengeführt werden

IT, Einkauf, Recht, Management und Fachbereiche betrachten ein Sourcing-Verfahren aus unterschiedlichen Perspektiven. Erfolgreiches IT-Sourcing schafft eine gemeinsame Entscheidungsgrundlage und verbindet diese Anforderungen zu einem strukturierten Verfahren.

 

Entscheidungsfähigkeit ist das eigentliche Ziel

Erfolgreiche Sourcing-Verfahren zeichnen sich nicht durch die Menge an Informationen aus. Entscheidend ist die Fähigkeit, daraus eine tragfähige Providerentscheidung abzuleiten, die fachlich, wirtschaftlich, rechtlich und organisatorisch überzeugt.

 

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Die Zukunft des IT-Sourcings ist automatisierter, plattformbasierter und komplexer. Unternehmen müssen ihre IT-Landschaft nicht nur effizient betreiben, sondern Cloud, KI, SaaS und externe Partner strategisch steuern.

  • IT-Sourcing wird zur Führungsaufgabe
    IT-Sourcing ist mehr als Einkauf, Kostenoptimierung und Vertragsmanagement. Es wird zum entscheidenden Hebel für Innovationsfähigkeit, Resilienz und Wettbewerbsstärke.
  • Die Steuerung wird deutlich anspruchsvoller
    Multi-Provider-Modelle, hybride Cloud-Landschaften, SaaS-Ökosysteme und KI-Services erhöhen die Komplexität. Klare Governance, Architekturkompetenz sowie Daten-, Kosten- und Providersteuerung werden unverzichtbar.
  • KI automatisiert den IT-Betrieb – aber nicht alles
    KI-basierte Agenten werden künftig einen relevanten Teil der Betriebsaufgaben übernehmen. Menschliche Expertise und externe IT-Leistungen bleiben jedoch weiterhin wichtig, insbesondere bei komplexen, kritischen und strategischen Aufgaben.
  • SaaS und Plattformen verändern die Liefermodelle
    Standardisierte, serviceorientierte und plattformbasierte Lösungen gewinnen weiter an Bedeutung. Unternehmen sollten prüfen, welche Leistungen sinnvoll standardisiert, automatisiert oder als Service bezogen werden können.
  • Provider-Strukturen müssen flexibler werden
    Historisch gewachsene, silohafte Vertrags- und Providerlandschaften passen häufig nicht mehr zu den Anforderungen an Geschwindigkeit, Transparenz und Innovation. Gefragt sind integrierte und steuerbare Partner-Ökosysteme.
  • Partnerschaft statt reiner Lieferantenbeziehung
    Bei Innovations- und Transformationsvorhaben reicht eine klassische Kunden-Lieferanten-Beziehung oft nicht aus. Gemeinsame Ziele, abgestimmte Entscheidungen und ein transparenter Umgang mit Risiken werden wichtiger.
  • Digitale Souveränität braucht differenzierte Lösungen
    Souveräne Cloud-Angebote gewinnen an Bedeutung, werden aber voraussichtlich nicht alle Anforderungen abdecken. Hybride Modelle und eine bewusste Auswahl von Betriebs- und Deployment-Modellen bleiben zentral.
  • Technologie allein ist kein Erfolgsmodell
    Entscheidend ist nicht nur der Zugang zu KI, Cloud oder SaaS. Erfolgreich ist, wer diese Technologien sicher, wirtschaftlich und kontrollierbar in ein belastbares Sourcing-Modell integriert.

 

Fazit und Ausblick

Bis 2028 wird sich IT-Sourcing spürbar verändern: automatisierter im Betrieb, stärker durch SaaS und Plattformen geprägt sowie in Teilen partnerschaftlicher organisiert. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Governance, Steuerungsfähigkeit und strategische Klarheit.
Für Unternehmen bedeutet das: Jetzt gilt es, die eigene Sourcing-Landschaft weiterzuentwickeln, interne Kompetenzen gezielt auszurichten und externe Partner so zu steuern, dass Stabilität, Agilität, Kosteneffizienz und Innovation zusammenkommen.

 

Studie herunterladen

Die Lünendonk-Studie „IT-Sourcing-Trends 2026/2027" mit den zentralen Ergebnissen sowie dem Fachbeitrag von GEBHARDT steht hier zum Download bereit:

Lünendonk® Studie-IT-Sourcing-Trends 2026/2027